Montag, 17. November 2008

Poetologisches

Wenn ich über meinen Gegenstand nachdenke, ihn genau betrachte, verschwimmt er. Es ist wie bei der Heisenberg'schen Unschärferelation: Je genauer ich ein Gedicht verorte, desto schneller bewegt es sich. Es oszilliert, es bewegt sich von mir weg, es bewegt sich auf mich zu.

Ein Gedicht ist ein "tag" an einer Mauer. An den anderen Mauern, Unterführungen, Brücken gibt es riesige Graffiti. Großbildleinwände. Man sieht sie beim Vorbeifahren. Wer stehenbleibt, erkennt Dehnfugen. Riecht man noch die Farbe? Hat der Sprayer Farbe an den Händen?

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