Montag, 15. Dezember 2008

Weihnachtsgedicht des Tages - Theo Breuer


Man sollte es nicht glauben, wieviele Menschen bei google den Begriff "Weihnachtsgedicht" oder "Weihnachten und Lürik" (O-Ton) eingeben und dann hier landen. Und da ich mir viele Leser wünsche, nochn Weihnachtsgedicht, und zwar von Theo Breuer. Wer Theo kennt, weiß, dass er unglaublich viele Spielarten, Tonfälle und literarische Formen beherrscht - kein Wunder, bei der Menge, die er selbst liest und kommentiert. Das Gedicht ist nachzulesen in Theo Breuer, "Nacht im Kreuz. Gedichte aus dem Hinterland", Silver Horse Edition, Marklkofen 2006 (dort erscheint im Januar 2009 der neue Gedichtband "Wortlos und andere Gedichte").


christnacht (kurz vor acht)
– frei nach axel kutsch –

kille kille
stille nacht
bis es kracht

kleidersaum
kippt der baum
polizei

schweinerei
frau im arsch
gatte barsch

kindlein auch
abgeknallt
im treppenhaus

schuß verhallt
soviel zoff
weil man soff

stille stille
hörn wir nun
die posaune

jedem seine
weihnacht
slaune

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