Samstag, 31. Januar 2009

Das objektivste Qualitätskriterium - Raoul Schrott im Interview

Das objektivste Qualitätskriterium sei angesichts der "Überproduktion" des Buchmarktes die "Selektion der Zeit". Er verweist auf jene Texte, die "Jahrtausende überstanden" haben. Die dann folgende Passage des Gesprächs ist mir höchst sympathisch, weil sie mir aus der Seele spricht: "Ganz privat gehört es zum Handwerk eines jeden Dichters: Etwas, das Arno Schmidt als 'Ahnendienst' bezeichnet hat - nämlich seinen verstorbenen Kollegen wieder zum Wort zu verhelfen. So lernt man ja als Dichter selber immer etwas dazu."
(Badische Neueste Nachrichten, 28. Januar 2009)

1 Kommentar:

LitTalk hat gesagt…

Hinter dieser Ansicht verbirgt sich aber auch ein gewisser Fatalismus, was die (Un-) Möglichkeiten eines Autors in Bezug auf den Literaturbetrieb betrifft.