Freitag, 30. Januar 2009

Nachtrag Harald Hurst

Hält doch unser Mundartdichter den Rekord mit bislang drei Kommentaren...
Heute bin ich in Sachen kommunaler Literatur unterwegs. Die Stadt Karlsruhe lädt ein zum Kulturfrühstück, Thema "Literatur in Karlsruhe". Da gibt es bekanntermaßen eine Diskrepanz zwischen Außen- und Innenwahrnehmung. Von Außen nimmt man ein großes Literaturhaus wahr, in dem in schöner Regelmäßigkeit der Staatssekretär zu Gast ist, um Landespreise zu verleihen, von den zahlreichen Lesungen, den anderen Veranstaltungen und Aktivitäten ("Allmende") ganz zu schweigen - andere Literaturhäuser beneiden uns. Oder die schon legendären Poetry-Slams im "Kulturraum KOHI" in der Südstadt (früher nannte man so etwas "Soziokulturelles Zentrum").
Der Stadt hingegen bedeutet die Literatur nicht viel - bei den Interviews und Reden der Politiker wird sie gleich gar nicht erwähnt. Gott sei Dank hat die Kulturredaktion der BNN die Bedeutung der Literatur in Karlsruhe schon lange bemerkt und schreibt gelegentlich heftig gegen die städtische Ignoranz an.
Und welche Schriftsteller und Dichter hier leben oder gelebt haben! Die Kaschnitz, der Wondratschek (der früher Karlsruhe verfluchte, aber nun angeblich altersweise wird), der Fritz, der Orths, Patrick Roth...
Aber das wollte ich eigentlich gar nicht notieren, wie schon die Überschrift verrät. Mir ist noch ein wunderbarer Satz von Harald eingefallen. Ich weiß gar nicht, ob er in irgendeinem Buch steht oder ob ich ihn aufgeschnappt habe:

"Das Gegenteil von savoir vivre ist Lifestyle."

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