Samstag, 10. Januar 2009

Schreibprozess + Kalliope


Gedichte werden gemacht. Ich "mache" meine Gedichte meist morgens. Ich spüre, ob der Morgen dafür geeignet ist, Lyrik zu schreiben. Ruhe brauche ich, muss in der Lage sein, meinen Alltag nach "hinten" zu verschieben. Kein Ärger mit Verlagen, Redaktionen, Kollegen oder Blog-Kommentaren darf mich belasten. Zum Glück klingelt das Telefon zwischen 8 und 9 nur selten. Kurz: Diese Vormittage, diese eine Stunde, die ich brauche (manchmal sind es auch nur zehn Minuten), sind selten, vor allem im Winter, wenn mich die übliche Winterdepression quält (von Ende Oktober bis Anfang Februar). Zunehmend schleichen sich in der letzten Zeit kreative Nachmittage ein. Wenn ich bemerke, dass ich alles geregelt habe, setze ich mich an den Schreibtisch und bekomme ein paar Zeilen auf's Papier.
Einige meiner neuen Gedichte finden sich in der aufwendigen und sehr schön gemachten dritten Ausgabe der neuen Literaturzeitschrift "Kalliope" aus Freiburg. Die Herausgeber suchen übrigens immer gute Texte. Liebe mehr oder weniger namhafte Kollegen, hier gehts zu "Kalliope".


Nimm die Kamera mit
zwischen die Zeilen
zieh dein ausgeschnittenes

Kleid an für unsere
Abendausgabe wir
machen Lichtwerbung

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