Samstag, 7. März 2009

Anthologienstreit - Teil 2

Heute will ich erst einmal auf die vielen, interessanten Kommentare zu den letzten Beiträgen ab dem 4. März hinweisen. Danke!
Anmerkungen dazu: Erstens zum Eintrag von czz (hier klicken).
Da müssen Sie irgendetwas falsch verstanden haben: Ich habe bislang alle Kommentare veröffentlicht/ freigegeben.
Anmerkung zu Julietta Fix (hier klicken): gelöscht wurde in der Lyrikzeitung ein offener oder privater Brief von dtv an Axel Kutsch. Darauf bezieht sich vermutlich auch der Kommentar von czz. Bei mir wurde nichts gelöscht.

Ich will nun ein wenig provozieren. Könnte es sein, dass der Anthologienstreit gar keiner ist, sondern vielmehr ein Generationenkonflikt? Sind die Alten neidisch auf die Jungen? Sind die Hinterländer neidisch auf diejenigen im Zentrum? Oder machen die Jungen nur deshalb soviel Wind, weil sie Angst haben, in der Flut der Neuerscheinungen neuer Dichter weggespült zu werden? Ein neuer Sayer, ein neuer Altmann, ein neuer Breuer bekommt Aufmerksamkeit, aber das zweite Buch eines jungen Dichters? Haben die vielen Berliner und Leipziger Dichter ein übersteigertes Geltungs- und Publikationsbedürfnis deshalb, weil es so viele gibt? Ich für meinen Teil bin in meiner kleinen/ großen Heimatstadt der einzige Lyriker, der überregional wahrgenommen wird und habe mich hier wohl eingerichtet. Eine Kollegin ist heilfroh, dass sie Berlin verlassen hat und nun wieder in einer Kleinstadt lebt.

1 Kommentar:

czz hat gesagt…

Avant propos : sollte der kommentar aus bedienungstechnischen gründen verloren & nie angekommen sein , entschuldige ich mich ausdrücklich .

ad "anthologiestreit" : wenn überhaupt ein solcher existieren sollte , dann folgt dieser aus dem konkurrenzprinzip diverser lyrischer konzeptionen und -fraktionen . das ganze potenziert um die superlativistische PR- maschinerie . umso grösser die ranküne der , welche sich und die ihren in einer solchen sammlung nicht repräsentiert finden .