Montag, 30. März 2009

Schiller würde bloggen

Heute ist im "Badischen Tagblatt" folgende dpa-Meldung zu lesen:

"Würde Schiller heute bloggen? Oder twittern? Der Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Schillers Geburtsstadt Marbach, Ulrich Raulff, vermutet: Der Schiller unserer Tage würde keine Bücher schreiben. Er wäre auch nicht im Theater zu finden, sondern in dem Medium, "wo er heute die stärkste Power spüren würde. Er würde bloggen oder drehen, twittern oder irgendetwas". Der vor 250 Jahren geborene Dichter sei ganz gezielt "als Medienunternehmer in das damals wirkungsvollste und stärkste Medium reingegangen: ins Theater", betonte der Schiller-Experte. "Von der Intensität, wie er dieses Medium erobert und nutzt, könnte man schon sagen, wäre zu erwarten, dass er heute vermutlich nicht Stückchen schreiben würde für Suhrkamps Theaterverlag, sondern nach einer anderen, stärkeren Maschine greifen würde", erklärte Raulff.
Wenn man davon absieht, dass Raulff der dpa nicht gerade Druckreifes zu Protokoll gegeben hat, mag er Recht haben. Hey, Oli (Gassner): Sind wir Blogger die Schillers von heute? Ursprünglich war ich ja mal "Dichter"... Bin ich ein Übergangsphänomen? Nicht mehr Dichter, aber auch noch nicht richtig Blogger wie etwa Oliver Gassner?

1 Kommentar:

g.emiks hat gesagt…

der märz geht, der merz bleibt. schwitters würde heute schwittern und schiller natürlich schillern.