Mittwoch, 1. April 2009

April April

Kaum ist der Winter vorbei, kaum sind die Winterdepressionen in der Sonne geschmolzen, ducke ich mich, ziehe den Kopf ein, denn aus unerfindlichen Gründen wird im April heftig gestorben: Großmutter, Großvater, Vater und viele andere liebe Menschen.
Ein Gedicht aus dem Band "Drahtamseln" nimmt diese Tatsache auf und endet fast mit einer Beschwörungsformel:


April April

Der Frühling verteilt Lachnummern
die Saatkrähen sind da

hacken Augen aus wie immer
närrisch vor lauter Licht

bis zum Abwinken wegscheuchen
fort in diesem Monat

stirbt gefälligst
keiner nevermore



(aus dem Band "Drahtamseln", Rimbaud 2007)

Ach, ja: Es gilt noch, das Superostersonderangebot!

Mail an: maske@matthias-kehle.de

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