Dienstag, 26. Mai 2009

Verhaftung wegen eines Gedichts

Wie meinte ich kürzlich zu einem Wegelagerer von der grünen Partei vor dem Edeka: "Ich gehe erst wieder wählen, wenn ich den Verdacht habe, dass wir in einer funktionierenden Demokratie leben." Wegen des Verlesens eines Gedichtes für Horst Köhler wurden in Berlin am 23. Mai einige Künstler verhaftet: hier klicken! und weiterverbreiten.

Kommentare:

andreas louis hat gesagt…

... das ist, lieber Matthias Kehles, aber eine sehr dramatisch wirkende Verweigerung, angesichts einer doch aus der Entfernung heiter wirkenden Aktion. Wenn ich da an Burma denke, an China, Syrien undsoweiterundsofort, an all die weggesperrten, misshandelten oder über dem offenen Meer abgeworfenen Autorinnen und Autoren. Ich würde folgenden Link hiermit gerne weiterverbreiten.

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writers in prisonmit doch allerbesten Grüßen!

Ines Sey hat gesagt…

weshalb genau wurden denn die Vorlesenden verhaftet? Scheine irgendwie nicht des Verstehens mächtig, denn für mich klingt das Gedicht nicht so als wäre es in irgendeiner Weise gesellschaftsfeindlich. Und das wäre wohl der einzige Grund verhaftet zu werden... oder gab es noch mehr drumherum? Auch wenn es doof klingt... was genau ist denn so anstößig an dem Gedicht?

Und im Übrigen stimme ich Andreas zu, dass die Wahl-Verweigerung recht drastisch ist... insbesondere da man dadurch gerade nicht-demokratische Parteien stützt...

rw hat gesagt…

Verhaftet wurden sie wohl offiziell (ich nehme hier Bezug auf die Neue Rheinische Zeitung, via Website des „Zentrums für politische Schönheit“, www.political-beauty.de), weil das Gedicht „meinungsäußernde Inhalte“ enthalten habe.