Samstag, 6. Juni 2009

Der neue Erker / Lutz Rathenow

Die wenigen Prosatexte, die ich nach 2002 geschrieben habe, sind alle bis auf den neuesten in ndl, der Allmende und "Am Erker" erschienen. Gerade "der Erker" gehört zu meinen Lieblingszeitschriften, die sich seit 22 Jahren abonniert habe. Die Redaktion hat einige inzwischen sehr bekannte Prosa-Autoren entdeckt, Georg Klein etwa und Markus Orths. Michael Braun nannte den Erker "das inoffizielle Zentralorgan für phantastische Kurzgeschichten", und meinte mit "phantastisch" wohl die Qualität und nicht das Genre. Im neuen Erker (hier klicken) jedenfalls, um zum Thema zu kommen, habe ich Lutz Rathenows neuen Gedichtband "Gelächter sortiert" besprochen, ein sehr durchwachsener Gedichtband, erschienen in der "Edition Die 1000". Nachzulesen ist die Rezension seit heute auch im Poetenladen. Ich bilde mir ja ein, dass man meinen Lyrik-Rezensionen anmerkt, dass sie nicht für ein Lyrik-Publikum, sondern für eine breitere Leserschaft geschrieben sind. Übrigens wähle ich die wenigen Gedichtbände, die ich rezensiere, nur nach einem Gesichtspunkt aus: Kann ich die Besprechung in Print-Magazinen, in Zeitungen unterbringen und damit Geld verdienen?

Kommentare:

rd hat gesagt…

"Tatsache ist, dass Lutz Rathenow einer der wichtigen Gegenwartslyriker ist."

Vielleicht habe ich ja bis jetzt was verpasst beim Lesen und Schreiben von Gedichten, aber: welche Art Wichtigkeit meinen Sie denn?

Anonym hat gesagt…

Auf manche Fragen, bekommt man einfach keine Antwort.

Sonja hat gesagt…

Das mit dem "Gegenwartslyriker" verstehe ich auch nicht. Den Lyriker lassen wir mal ungeprüft stehen, nicht so die Gegenwart. Praktisch alle "Neu"erscheinungen sind erneute Aufgüsse aus der Zeit vor 1990. Die können "Eisbär aus Apolde", "Tag der Wunder", "Im Lande des Kohls", ... heißen, auch "Ost Berlin".

Gegenwart ist Publizistik, zu jedweden Themen, die irgendwie publikumswirksam erscheinen. Und zwar immer - Entschuldigung für das Wort - nach "Volkes Maul" geschrieben. In wenigen Tagen findet sich bestimmt ein Artikel zu Michael Jackson. Ich würde fast jede beliebige wette halten.