Dienstag, 2. Juni 2009

Engeler am Ende?

Wenn nur genügend Menschen Gedichtbände kaufen täten! Wenn alle Lyriker oder Möchte-Gerne-Lyriker nur jeden Monat einen Gedichtband orderten! Ja dann müßten wir uns nicht um die Zukunft so feiner Lyrik-Verlage wie Kookbooks oder Edition Urs Engeler sorgen. Jedenfalls ist bei Engeler auf der Website zu lesen: "Es ist eine günstige Zeit, uns zu unterstützen und unsere Bücher zu kaufen und zu lesen. Die Bücher des Frühjahres 2009 sind erschienen, wir bereiten das Programm für den Herbst 2009 vor, fast jedes Buch der Backlist ist noch lieferbar. Ob wir fortfahren können, hängt auch von Ihrem Interesse und Ihrer Neugier ab. Bestellen Sie jetzt direkt beim Verlag oder im Buchhandel." War die Ankündigung des nahen Endes, das in den großen Gazetten mit viel Aufhebens verkündet wurde, letztlich nur ein PR-Gag?

P.S. PR-Gag, lieber anonymer Kommentator, natürlich nur insoweit, als dass es Urs Engeler mit der Ankündigung des nahenden Endes in die Schlagzeilen "geschafft" hat. Und letztendlich war meine Frage eine ironische, eine rhetorische. Mögen alle wichtigen Lyrikverlage lange existieren und möge jeder Lyriker und Lyrikfreund nur einen fremden Lyrikband im Monat kaufen oder mit Kollegen tauschen!

Kommentare:

Andrew Shields hat gesagt…

PR vielleicht, aber sicherlich kein Gag. (Vgl. Salt in England)

Anonym hat gesagt…

Was soll denn daran PR sein, wenn einer, der an seinem Verlag ohnehin nichts verdient, jene auffordert, die an Literatur interessiert sind, seine herausgegebenen Bücher zu kaufen. Das Programm von Engeler ist es doch wert erhalten zu bleiben und um nichts anderes geht es und da kann jeder etwas tun, der etwas tun will und nicht einfach nur feststellen möchte, "oh da geht etwas verloren, das ist aber traurig", es ist nämlich noch nichts verloren und dass nichts verloren geht, das liegt jetzt an uns, an jene die wollen das Engeler auch weiterhin verlegen kann.

Andrew Shields hat gesagt…

PR ist nicht notwendigerweise schlecht, oder? Public Relations: also, in diesem Fall, der Versuch, in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Vielleicht höre ich als Amerikaner eine neutrale Bedeutung von PR, die nicht ins Deutsche übernommen worden ist.