Mittwoch, 19. August 2009

Gedicht des Tages - Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Wenn mir jemand ein passendes Gedicht aus der älteren Literaturgeschichte mailt, dann ist das meist Harald Schwiers, der sich ja dank seiner unfassbaren Bibliothek und seiner beliebten "Hörstunde" zu schönen Themen wie "Wein, Weib, Gesang" bestens auskennt. Und so mailte mir der gute Harald gestern ein Herbstgedicht, bei dem das Wort "Herbst" gar nicht vorkommt, sondern - wie er meint - durch "Wein" und "Käs" ersetzt ist. Na, denn Prost!


Der edle Wein
pflegt angenehm zu sein!

Die Geister zu erquicken,
die Sorgen zu ersticken!

Der Wein auf dieser Erd
ist der Poeten Pferd!

Der kann uns neues Leben
und neue Kräfte geben!

Ist dann ein Käs darbei,
so ist man noch so frei
in lustigen Gebärden!

So weichet, ihr Beschwerden!



übrigens gibt es ja einen neuen "Simpl" siehe Perlentaucher...

1 Kommentar:

Vom Gedichtelog hat gesagt…

Mit Käse und Wein, eine Jahreszeit zu methaperieren, ist was jeder Dichter sollt probieren. Nein, natürlich mit eigenen Metaphern.

Aber schöne Idee, gutes Gedicht.