Donnerstag, 17. September 2009

Karlsruher Hermann-Hesse-Preis für Alain Claude Sulzer und Christophe Fricker














Gerade kam folgende Presse-Mitteilung (bitte auch noch meine Ergänzung zur Kenntnis nehmen ;-)

"Karlsruhe – Der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer wird mit dem von der Stiftung Hermann Hesse Literaturpreis Karlsruhe, die von der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe betreut wird, vergebenen Hermann Hesse Literaturpreis 2009 ausgezeichnet. Der 1953 in Basel geborene Autor erhält den mit 15.000 Euro dotierten Preis für seinen Roman „Privatstunden“, der gerade bei Suhrkamp als Taschenbuch erschienen ist.
Mit dem Roman zeige sich Alain Claude Sulzer, seit zwei Jahrzehnten einer der profiliertesten Schweizer Prosaautoren der Gegenwart, laut Jury, der Dr. Tilman Krause (Die Welt), Hubert Spiegel (FAZ), Dr. Gunhild Kübler (NZZ) und die Karlsruher Literaturwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Wittig angehört haben, als „eleganter Stilist und einfühlsamer Psychologe“. Vor dem Hintergrund der politischen Erschütterung in der Tschechoslowakei von 1968 und den dazu in Parallele gesetzten Erosionen einer Ehe im gehobenen Schweizer Bürgertum entfalte der Autor „diskret, aber sehr eindringlich ein bewegtes Seelendrama, das bis in die feinsten Verästelungen hinein behutsam ausgeleuchtet wird“.
Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis geht in diesem Jahr an den 1978 in Wiesbaden geborenen Autor Christophe Fricker für „Das schöne Auge des Betrachters“. Der Lyriker zähle mit seinem Gedichtband zu den großen Hoffnungen der zeitgenössischen Dichtung, begründete die Jury: „In bewusster Anknüpfung an die Gedankenlyrik Stefan Georges“ sprächen Frickers Texte „von Freundschaft und Liebe, kurzum von den Erschütterungen des Herzens in einer Zeit, in der für schöne Seelen wenig Platz ist“. Die Jury lobte Fricker als „hellen Beobachter“, der in „kontrastreichen Denkbildern in musikalischem Duktus und von bilderreicher Wucht die Gefühlskultur stets im Widerstreit mit dem schnöden Materialismus der Epoche“ zeige.
Die Preisverleihung findet am 26. November um 17 Uhr im Karlsruher Rathaus statt. Der Hermann Hesse Literaturpreis wird seit 1957 vergeben und zählt zu den wichtigen deutschen Literaturpreisen. Zu den Preisträgern gehören beispielsweise Martin Walser, Hubert Fichte, Adolf Muschg, Marlene Streeruwitz, Rafik Schami, Hans-Ulrich Treichel und Antje Rávic-Strubel."


Am 11. Juni habe ich ein Gedicht des Tages von Christophe Fricker gepostet (hier klicken). Mit dem Hinweis, dass ich ihn für sehr talentiert halte. Na, das freut mich diebisch, dass es die Hesse-Jury auch bemerkt hat.
Und Sulzer ist an einem vorzüglichen Datum geboren, nämlich an einem 17. Februar, exakt 14 Jahre vor mir. Interessiert das jemanden?

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