Montag, 16. November 2009

"Gedichte gewähren Asyl"

"Im besten Fall spenden Gedichte Trost, machen Mut und helfen dem Menschen dabei, sich auf die Grundlinien seiner Existenz zu besinnen. Insofern sind Gedichte wirklich ein Rückzugsort. Oder, um es mit dem griechischen Wort zu sagen: Gedichte gewähren Asyl. Aber das ist nur die eine Seite. Denn sie lassen den Menschen ja dort nicht allein. Wer ein Gedicht hat, ist nicht einsam. Er erfährt Zuspruch. Auf diese Weise ist ein Gedicht auch wieder ein Weg in die Gemeinschaft." So Christophe Fricker in "Die Zeit". Am 26. erhält der leidenschaftliche Reisende in Karlsruhe den Hermann-Hesse-Förderpreis.
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1 Kommentar:

Andrew Shields hat gesagt…

Vielen Dank dafür. Es erinnert mich an eine Passage aus einem Artikel in "Poetry" in September 2007, wo Brian Phillips schreibt:

"Starved of a general readership, poets are writing only for other poets, like shortwave radio hobbyists who build elaborate machines on which they can only reach each other."

Ich überlege seitdem, wie ich das Bild von den "shortwave radio hobbyists" positiv umwerten kann, und Frickers Schlusspunkt trägt dazu bei, dass ich das wirklich machen kann.