Freitag, 11. Dezember 2009

Gedicht des Tages - Jürgen Völkert-Marten

Mein Aufruf, Weihnachtsgedichte zu mailen, zog nicht gerade reichlich Einsendungen nach sich. Ihr habt ja noch ein wenig Zeit, liebe Leser, vielleicht nächste Woche? Denn dann wird es draußen wohl so kalt sein, dass Ihr keine Lust mehr haben werdet, vor die Tür zu gehen. Falls ich die Mittelfristwetterkarten richtig deute. Die Engel in Jürgen Völkert-Martens Gedicht müssen dann wohl dicke Socken anziehen. Ich hasse Winter!

Stille

Dieser Winter frißt nur Marzipan.
An weißen Rändern franst Tannengrün.
Friede senkt sich in Portemonnaies.
Die Engel zupfen ihre Netzstrümpfe zurecht.

Kommentare:

Marcus Neuert hat gesagt…

Heilige Nacht auf der A acht


tausendfach Lichter
im Schneegestöber
weiße Weihnacht
mit gelbem Engel
dem Stauberater mit
Spielebox und
Thermoskanne

unserm Erlöser
am Autobahnkreuz


(Marcus Neuert)

LitTalk hat gesagt…

Vielleicht genügt ja das nachfolgende Gedicht Ihren Anforderungen?

In Navitate Domini

verlass die öde deiner
wärmenden umschalung
und wirf silbersterne hin
passend zur nacht

gut wenn du den frost
verspürst in der senke
deiner gedanken

Reinhard Mermi (2007)