Ich gestehe, dass alles, was mit "Kirche" zu tun hat, bei mir Brechreiz verursacht. Als die angeblich geistesgestörte Dame beim weihnachtlichen Mummenschanz die Greise in Rom zu Boden riss, fand ich das eher lustig. Egal! Es gilt hinzuweisen auf ein Internet-Anthologie-Projekt, das sehr erfolgreich zu werden verspricht, denn unser aller Anton G. Leitner hat es wieder geschafft, via dpa sein ökomenisches Poesie-Projekt ausreichend publik zu machen. Jeden Tag ein Gedicht, und zwar vom 1. Januar bis zum Beginn des Ökonomischen Kirchentages.
Nähere Infos: hier klicken!
Oder besser gleich ins Blog von AGL da klicken!
Wer nicht so lange warten will, findet hier! eine erstklassige Online-Anthologie mit vielen bekannten und unbekannten Lyrikerinnen und Lyrikern!
Für 2010 alles Gute! Und für die Christen unter meinen Lesern eine hübsche Worthülse: Gottes Schutz und Segen. Amen!
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Dienstag, 29. Dezember 2009
Rheinsein - Zwischenbilanz
Stan Lafleurs "Rheinsein" ist eines der faszinierendsten Literaturblogs, und wenn es jemals Preise und öffentliche Gelder für innovative Literaturprojekte geben sollte, dann zuerst für "Rheinsein"! Am Ende des Jahres 2009, und nach über 400 Einträgen zieht Stan eine Zwischenbilanz. Anlass genug, mal wieder auf Stans Blog hinzuweisen und dem alten Karlsruher "en guuder Rutsch unn e guudes Neies" zu wünschen. Wie übrigens allen meinen Lesern, nicht nur den Karlsruhern!
Gedicht des Tages - Lutz Steinbrück
An seinen Gedichten bin ich beim Surfen immer wieder hängen geblieben. Sie sind zeitgenössisch, ironisch-selbstironisch, gegenständlich. Vielleicht wären die Begriffe "gegenständlich" vs. "ungegenständlich" tauglich zur Beschreibung zweier grober Richtungen in der Gegenwartslyrik?
Ich habe Lutz Steinbrück um einige unveröffentlichte Gedichte gebeten. Für ein Gedicht konnte ich mich nicht entscheiden, also poste ich zwei! Vielen Dank, Lutz Steinbrück.
Transit
links blaugrauer Wolkenfilm
wie auf Stand-by – rechts
rauscht’s lichtverwöhnt
aus hellen Streifen
davor ein Bild: gelb-
schwarzer Hund mit Maulkorb
den Kopf gesenkt
in eine Andacht und uns
fallen Bahnsparpläne in die Hand
dazu Siedlungen ins Auge wie
Puppenhausen, Ausfallstraße,
klamm gereihter Kiefernwald
jetzt eine Windmühle von Ferne
winken kraftvoll die stählernen Verwandten
von oben herab, wir aber
lesen: Das Sparen geht weiter
wie eine düstere Ahnung
der Wolkenfilm auf rechts gedreht
---
Splitter
verwaiste Maschen
in geklärter Luft blähen sich Hosenbeine auf
einen Stoß mehr oder weniger
halten sie aus, hier
wächst hartes Holz
wo sich die Engel als Insekten tarnen
ist die Sonne verpixelt und wortkarg
holen die Felder ihre Andenken heim
als wäre nichts gewesen
---
Lutz Steinbrück wurde 1972 in Bremen geboren. Seine Magisterarbeit schrieb er übrigens über Rolf-Dieter Brinkmann. Lutz Steinbrück schreibt Lyrik, Artikel für Print- und Onlinemedien über Kultur, Medien und Bildung und macht Musik mit der Band „Nördliche Gärten“.
Im September 2008 erschien sein erster Lyrikband „Fluchtpunkt:Perspektiven“ im Lunardi Verlag (Berlin). Einzel-Veröffentlichung von Gedichten in den Zeitschriften „Belletristik“ (Berlin/2007 und 2008), „außer.dem“ (München 2009), „Lectofilia“ (Mexiko/2007; in spanischer Übersetzung) sowie online u.a. im „Poetenladen“ (Leipzig) und bei „Lyrikmail“ (Berlin). Anstehende Gedicht-Veröffentlichungen in der Literaturzeitschrift „randnummer“ (Hamburg).
Links:
Lutz Steinbrück bei Literaturport
Steinbrück im Poetenladen
Lundardi-Verlag
Neuköllns beste Boygroup
Ich habe Lutz Steinbrück um einige unveröffentlichte Gedichte gebeten. Für ein Gedicht konnte ich mich nicht entscheiden, also poste ich zwei! Vielen Dank, Lutz Steinbrück.
Transit
links blaugrauer Wolkenfilm
wie auf Stand-by – rechts
rauscht’s lichtverwöhnt
aus hellen Streifen
davor ein Bild: gelb-
schwarzer Hund mit Maulkorb
den Kopf gesenkt
in eine Andacht und uns
fallen Bahnsparpläne in die Hand
dazu Siedlungen ins Auge wie
Puppenhausen, Ausfallstraße,
klamm gereihter Kiefernwald
jetzt eine Windmühle von Ferne
winken kraftvoll die stählernen Verwandten
von oben herab, wir aber
lesen: Das Sparen geht weiter
wie eine düstere Ahnung
der Wolkenfilm auf rechts gedreht
---
Splitter
verwaiste Maschen
in geklärter Luft blähen sich Hosenbeine auf
einen Stoß mehr oder weniger
halten sie aus, hier
wächst hartes Holz
wo sich die Engel als Insekten tarnen
ist die Sonne verpixelt und wortkarg
holen die Felder ihre Andenken heim
als wäre nichts gewesen
---
Lutz Steinbrück wurde 1972 in Bremen geboren. Seine Magisterarbeit schrieb er übrigens über Rolf-Dieter Brinkmann. Lutz Steinbrück schreibt Lyrik, Artikel für Print- und Onlinemedien über Kultur, Medien und Bildung und macht Musik mit der Band „Nördliche Gärten“.
Im September 2008 erschien sein erster Lyrikband „Fluchtpunkt:Perspektiven“ im Lunardi Verlag (Berlin). Einzel-Veröffentlichung von Gedichten in den Zeitschriften „Belletristik“ (Berlin/2007 und 2008), „außer.dem“ (München 2009), „Lectofilia“ (Mexiko/2007; in spanischer Übersetzung) sowie online u.a. im „Poetenladen“ (Leipzig) und bei „Lyrikmail“ (Berlin). Anstehende Gedicht-Veröffentlichungen in der Literaturzeitschrift „randnummer“ (Hamburg).
Links:
Lutz Steinbrück bei Literaturport
Steinbrück im Poetenladen
Lundardi-Verlag
Neuköllns beste Boygroup
Montag, 28. Dezember 2009
Nochn Weihnachtsgedicht
Bei www.sueddeutsche.de gibt es das Blog "Geht's noch". Gestaltet wird dies von einer Theater- und einer Filmkritikerin. Über das Blog schreiben die beiden Damen: "Hier geht es um das Drumherum: um die Leiden und Freuden zweier Kritikerinnen. Um befremdliche Beobachtungen und seltsame, komische, bemerkenswerte Begegnungen. Um Tipps und Ticks, Wegschauer und Hingucker, Klatsch und Kuriositäten. Um all die Randerscheinungen, Krisen und Kollateralschäden auf dem Weg zur Kritik. Also um den ganzen Wahnsinn. Dieser Blog bewegt sich somit jenseits aller Kritik."
Wenn nicht gerade Winter wäre, hätte ich dieses Blog wohl gar nicht entdeckt. Immerhin hat Frau Dössel ein Mundart-Weihnachtshaiku von Fitzgerald Kusz veröffentlicht. Das war's dann dieses Jahr mit Weihnachten.
Hier klicken!
Wenn nicht gerade Winter wäre, hätte ich dieses Blog wohl gar nicht entdeckt. Immerhin hat Frau Dössel ein Mundart-Weihnachtshaiku von Fitzgerald Kusz veröffentlicht. Das war's dann dieses Jahr mit Weihnachten.
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Mittwoch, 23. Dezember 2009
Dilettantisches
Mir war literaturkritik.de schon immer suspekt. Die Seite ist unübersichtlich, leserunfreundlich und immer wieder las ich dort schlecht geschriebene Kritiken. Nun hat sich Michael Gratz von der Lyrikzeitung die Mühe gemacht, eine Kritikkritik zu schreiben, einen Verriss der Kritik von Werner Friebel auf die Poetenladen-Anthologie "Der gelbe Akrobat". Gratz demontiert einen dilettantischen Text mit Genuss und mit Wut.
Werner Friebel ist übrigens Redakteur der Online-Literaturzeitung "Literaturmagazin Schnipsel". Interessantes über den Autor: Hier klicken!. Das Gedicht, das der Leser auf dieser Seite findet, kann man nur "leicht angetrunken" ertragen.
Ein frohes Fest, leicht, stark oder gar nicht angetrunken!
P.S. Stan Lafleur kommentiert den Beitrag von Michael Gratz treffend: "vorbildliche entschwallungsmasznahme"
Werner Friebel ist übrigens Redakteur der Online-Literaturzeitung "Literaturmagazin Schnipsel". Interessantes über den Autor: Hier klicken!. Das Gedicht, das der Leser auf dieser Seite findet, kann man nur "leicht angetrunken" ertragen.
Ein frohes Fest, leicht, stark oder gar nicht angetrunken!
P.S. Stan Lafleur kommentiert den Beitrag von Michael Gratz treffend: "vorbildliche entschwallungsmasznahme"
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Werner Friebel
Dienstag, 22. Dezember 2009
Das Jahr 2009 in der Lyrik
Nun ist Theo Breuers Jahresrückblick 2009 in Sachen Lyrik, diese 360 Grad-Rundumsicht von einem hohen Gipfel, dieser unglaubliche 60-Seiten-Essay in tutti im Poetenladen nachzulesen. Was vom Jahr 2009 bleiben wird - Theo Breuer hat's gesammelt.
Gestern erhielt ich auch die von Julietta Fix herausgegebene Fixpoetry-Anthologie "Ein Bild von einem Gedicht". Mit dem wöchentlichen Online-Poetryletter ("Ein Gedicht. Ein Bild. Jeden Dienstag.") beschreitet fixpoetry.com einen neuen Weg der Lyrik-Vermittlung. Per Email und auf der Website fixpoetry.com publzizieren Julietta Fix und Frank Milautzcki von verschiedenen Grafikern illustrierte Gedichte.
Bekannte und weniger bekannte Dichter sind nun im "Best of" des Jahres 2009 in Buchform vertreten: Walle Sayer, Volker Demuth, Sylvia Geist, Jürgen Nendza, Gerrit Wustmann und viele andere, den Betreiber dieses Blogs nicht zu vergessen.
Zum jeweils aktuellen Poetry-Letter geht's hier! Für nähere Infos, einfach bei Fixpoetry weiterklicken!
Gestern erhielt ich auch die von Julietta Fix herausgegebene Fixpoetry-Anthologie "Ein Bild von einem Gedicht". Mit dem wöchentlichen Online-Poetryletter ("Ein Gedicht. Ein Bild. Jeden Dienstag.") beschreitet fixpoetry.com einen neuen Weg der Lyrik-Vermittlung. Per Email und auf der Website fixpoetry.com publzizieren Julietta Fix und Frank Milautzcki von verschiedenen Grafikern illustrierte Gedichte.
Bekannte und weniger bekannte Dichter sind nun im "Best of" des Jahres 2009 in Buchform vertreten: Walle Sayer, Volker Demuth, Sylvia Geist, Jürgen Nendza, Gerrit Wustmann und viele andere, den Betreiber dieses Blogs nicht zu vergessen.
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Sonntag, 20. Dezember 2009
Lyrikweg
Eigentlich ist es eine schöne Idee, ein Lyrikwanderweg. Nur habe ich schon wieder zu nörgeln: Das Bergische Land rund um das Örtchen Much ist mir zu flach (Wikipedia: "Der höchste Punkt liegt mit 519 m über NN auf der Homert bei Gummersbach, der niedrigste mit 51,2 m über NN in Bergisch Gladbach"), 9,5 Kilometer sind mir zu kurz, und die Texte, die ich auf der Website finde, überzeugen mich nicht.
Mehr Infos: Hier klicken!
Mehr Infos: Hier klicken!
Samstag, 19. Dezember 2009
Leipzig ist ganz toll
Leipzig ist ganz toll. Da liest sogar eine Nobelpreisträgerin und ganz viele, ganz bekannte Schriftsteller sind auch dort. Und jemand fragt die Nobelpreisträgerin nach der "gemehrten Bildhaftigkeit durch die zwei Sprachen." Ein bekannter Autor und Lehrer verteilt Waffeln, ein anderer ist stolz. Die Nobelpreisträgerin raucht im vertäfelten Ratssaal und wird nicht rausgeworfen. Beim Gehen lächelt sie den Türsteher an.
Näheres im Poetenladen
Näheres im Poetenladen
Freitag, 18. Dezember 2009
Lyriklesungen im Stadion
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Federwelt" findet sich ein Interview mit dem Herausgeber Axel Kutsch. Wir erfahren Lesenswertes, auch über den Stellenwert von Lyrik im arabischen Raum:
"Dass Sartorius in Dubai war, wissen hier nur Szene-Insider. Auch Südamerika, Kolumbien zum Beispiel, kann man dazunehmen, wo Lyriklesungen zum Teil mit Tausenden Zuschauern in Stadien stattfinden. Ich denke, das beruht auf einer andern Tradition. Bei uns gibt es Gedichte von Goethe, Rilke und ein paar anderen, die fast jeder kennt. Aber Gemeingut ist die Lyrik in Deutschland nie wirklich geworden. Das Empfinden für und der Umgang mit Sprache scheint im arabischen Raum und in Südamerika geschärfter zu sein als bei uns."
Das Interview führte Gerrit Wustmann. Mehr lesen: Hier klicken!
Das vollständige Interview findet sich nur in der Print-Ausgabe. Dort auch ein Interview mit dem VS-Bundesvorsitzenden Imre Török und reichlich Infos über den VS (teilweise sogar mir neu!).
Auszüge finden sich hier!
Anmerkung: Die Links funktionieren nur bis zur nächsten Ausgabe der "Federwelt"!
"Dass Sartorius in Dubai war, wissen hier nur Szene-Insider. Auch Südamerika, Kolumbien zum Beispiel, kann man dazunehmen, wo Lyriklesungen zum Teil mit Tausenden Zuschauern in Stadien stattfinden. Ich denke, das beruht auf einer andern Tradition. Bei uns gibt es Gedichte von Goethe, Rilke und ein paar anderen, die fast jeder kennt. Aber Gemeingut ist die Lyrik in Deutschland nie wirklich geworden. Das Empfinden für und der Umgang mit Sprache scheint im arabischen Raum und in Südamerika geschärfter zu sein als bei uns."
Das Interview führte Gerrit Wustmann. Mehr lesen: Hier klicken!
Das vollständige Interview findet sich nur in der Print-Ausgabe. Dort auch ein Interview mit dem VS-Bundesvorsitzenden Imre Török und reichlich Infos über den VS (teilweise sogar mir neu!).
Auszüge finden sich hier!
Anmerkung: Die Links funktionieren nur bis zur nächsten Ausgabe der "Federwelt"!
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Aktualisierung Website
Nur im Winter habe ich Zeit für solche Schmankerln: Die Bergfreunde unter meinen Lesern können sich in dieser grauen und kalten Jahreszeit nämlich wunderbare Sommerbilder aus dem Engadin ansehen.
Fotogalerie Website Matthias Kehle. Im Ordner Nordschwarzwald und Berner Alpen gibt es ebenfalls neue Fotos.
Auch bei der Fotogalerie mit Fotos von Autorenkollegen gibt es Neuzugänge:
Tina Stroheker, Arnold Stadler, Beat Brechbühl und Peter Härtling beispielsweise:
Hier klicken!
Fotogalerie Website Matthias Kehle. Im Ordner Nordschwarzwald und Berner Alpen gibt es ebenfalls neue Fotos.
Auch bei der Fotogalerie mit Fotos von Autorenkollegen gibt es Neuzugänge:
Tina Stroheker, Arnold Stadler, Beat Brechbühl und Peter Härtling beispielsweise:
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Weihnachten naht
Deshalb wohl die letzte Chance, das Superschnäppchen zum Verschenken schlechthin zu machen!
Hier klicken!
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Danke für die Glückwünsche
Nun bin ich gut drei Wochen im Amt als Baden-Württembergischer Landesvorsitzender des VS. Ich will mich auf diesem Weg herzlich für die vielen Glückwünsche bedanken. Das große Kunststück, glaube ich, das ein VS-Vorsitzender bzw. ein Vorstandsmitglied vollbringen muss, ist, von der eigenen Arbeit als Schriftsteller abzusehen und so zu agieren als existierte man selbst als Autor gar nicht. Wenn man dann, wie ich, auch noch als Literaturkritiker, Literaturveranstalter und Herausgeber = Blogger auftritt, dann ist der Ärger vorprogrammiert. Die Rollen sind eigentlich nicht zu vereinbaren. Insofern kann ich die vielen guten Wünsche gut gebrauchen und sehe den nächsten vier Jahren zuversichtlich und mit Bauchgrimmen entgegen.
Castrop-Rauxel sucht 2010 Gedichte
War es Wolfgang Hildesheimer, der über Castrop-Rauxel kalauerte, dass gebildete Menschen ja wohl Wanne-Eickel sagen täten? Jedenfalls wird Essen Kulturhauptstadt und Castrop-Rauxel sucht Gedichte.
Infos hier!
Infos hier!
Montag, 14. Dezember 2009
Lyrikstationen 2009

Kaum ist man mal wieder ein paar Tage weg, veröffentlicht Theo Breuer in der Lyrikzeitung seine "Lyrikstationen 2009". Nein, so viel wie Theo habe ich nicht gelesen, kann ich nicht lesen. Ich bin wie immer überrascht, was ich beim Kollegen Breuer entdecke, wie reich die Ausbeute 2009 war.
Den größten Raum in seinem (bislang) vierteiligen Essay nimmt Friederike Mayröcker ein, klar. Dieses lyrische Werk ist herausragend. Aber Theo lobt auch die kleineren Dichter, darunter viele Autoren, die ich ebenfalls schätze.
Lyrikstationen zum Nachlesen:
Einleitung Lyrikstationen
Lyrikstationen, Teil 1
Lyrikstationen, Teil 2
Lyrikstationen, Teil 3
Welches sind meine Top 5? Ohne Hitparadencharakter:
Rainer Malkowski: Die Gedichte
Walter Helmut Fritz: Werkausgabe
Walle Sayer: Kerngehäuse
Stan Lafleur: Blick in den Himmel
Ulrich Koch: Lang ist ein kurzes Wort
Und die Nummer 6: Werner Lutz: Kussnester
Und "die beste" Anthologie des Jahres habe ich an diesem Wochenende verschlungen:
"Umkreisungen. 25 Auskünfte zum Gedicht, Poetenladen-Verlag, Hg. Jürgen Brocan und Jan Kuhlbrodt" Hier klicken!
Selten habe ich so sensible und anrührende Selbstauskünfte über eigene Gedichte gelesen wie die von Andreas Altmann oder Norbert Hummelt.
Nicht zu vergessen Axel Kutschs Anthologie "Versnetze_zwei" mit vielen, vielen Lyrikern, die man sonst nur selten findet (Rezension bei fixpoetry).
Foto (c) Peter Ettl. Eine kleine Hommage an Theo. Noch können Peters kleine Katzen mit der Lyrik Theos nicht viel anfangen.
Freitag, 11. Dezember 2009
Advent
Einen schönen dritten Advent wünsche ich übrigens mit meinem Lieblingsgedicht von Loriot:
Hier geht es zu Youtube!
Hier geht es zu Youtube!
Gedicht des Tages - Jürgen Völkert-Marten
Mein Aufruf, Weihnachtsgedichte zu mailen, zog nicht gerade reichlich Einsendungen nach sich. Ihr habt ja noch ein wenig Zeit, liebe Leser, vielleicht nächste Woche? Denn dann wird es draußen wohl so kalt sein, dass Ihr keine Lust mehr haben werdet, vor die Tür zu gehen. Falls ich die Mittelfristwetterkarten richtig deute. Die Engel in Jürgen Völkert-Martens Gedicht müssen dann wohl dicke Socken anziehen. Ich hasse Winter!
Stille
Dieser Winter frißt nur Marzipan.
An weißen Rändern franst Tannengrün.
Friede senkt sich in Portemonnaies.
Die Engel zupfen ihre Netzstrümpfe zurecht.
Stille
Dieser Winter frißt nur Marzipan.
An weißen Rändern franst Tannengrün.
Friede senkt sich in Portemonnaies.
Die Engel zupfen ihre Netzstrümpfe zurecht.
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Volljährig - Der Verlag Klöpfer & Meyer

Lieber Hubert Klöpfer, den 18. Geburtstag Ihres Verlages in diesem Monat habe ich natürlich nicht vergessen! Herzliche Glückwünsche zu Ihrer Beharrlichkeit und Ihrem tollen Programm seit 18 Jahren. Da ich die Lyrik im Südwesten dokumentiere darf der Hinweis auf Ihr volljährig gewordenes Kind nicht fehlen. Bei nächster Gelegenheit stoßen wir mit einem badischen Gutedel an, oder? Und machen Sie einfach weiter so! Nochmal 18 Jahre und nochmal 18 Jahre.
Und da es, liebe Leser, auf Weihnachten zugeht, will ich Euch, will ich Ihnen, einen Wandkalender aus dem Verlag Klöpfer & Meyer ans Herz legen. 24 Gedichte, Klassiker von Augustinus bis Uhland, von Goethe bis Domin - faksimilierte handschriftliche Abschriften des Freiburger Buchhändlers und Autographen Thomas Bader. Es ist ein wunderbares Geschenk für alle Literturliebhaber, nicht nur für Lyrik-Leser.
Tipp: Wetzstein Gedichtekalender!
Dienstag, 8. Dezember 2009
Marius Hulpe - Privataufnahme
Gänzlich untergegangen ist die schmale Anthologie "Privataufnahme. Junge deutschsprachige Lyrik, herausgegeben von Marius Hulpe." Das ist schade, denn sie gehört zu den interessanteren Gedichtsammlungen junger Autoren. Im etwas prätentiösen Vorwort schreibt Hulpe von seiner Motivation: „Wir baten die Autoren daher um ihre persönlichsten (und darum, so das Experiment glücken will, evidentesten) Gedichte, ihre aus ganz persönlicher Sicht mitunter wünschbarsten Texte ...“
Das ist ein Auszug aus meiner Rezension zu Hulpes bislang reichlich übersehenen Anthologie, erschienen in der neuesten Ausgabe von "Am Erker" und imPoetenladen. Dort bitte weiterlesen.
Den Erker habe ich übrigens seit 22 Jahren abonniert. Da ich selbst im Erker-Glashaus sitze, sollte ich nicht mit Steinen werfen, dennoch: Es ist eine der besten Adressen für Kurzprosa mit einem exquisiten Rezensionsteil. Zum Erker Nr. 58
Das ist ein Auszug aus meiner Rezension zu Hulpes bislang reichlich übersehenen Anthologie, erschienen in der neuesten Ausgabe von "Am Erker" und imPoetenladen. Dort bitte weiterlesen.
Den Erker habe ich übrigens seit 22 Jahren abonniert. Da ich selbst im Erker-Glashaus sitze, sollte ich nicht mit Steinen werfen, dennoch: Es ist eine der besten Adressen für Kurzprosa mit einem exquisiten Rezensionsteil. Zum Erker Nr. 58
Montag, 7. Dezember 2009
Gedicht des Tages - Timo Berger
Nach dem Tagebuchschreiben lese ich morgens meine Emails, schaue anschließend bei Ebay vorbei und dann nach den aktuellen Wetterkarten. Hernach kommt meine Lieblingsseite www.alpen-panoramen.de dran, und erst dann geht's frühestens zu meinem Blog. Das Weihnachtsgedicht von Timo Berger, das er mir gestern Abend sandte (merci!), finde ich jedoch so gut, dass ich es stehenden Fußes blogge.
Idyll in Acryll
Wer glaubt schon an den Weihnachtsmann,
den Run auf Auslagen oder die Sorgfalt
des Steuerberaters? Auf dem Nikolausmarkt
regiert der Preisschock: Elektrowaren, Wurst
so viel Sie wollen, für den ersten der zuschlägt,
ein Zuschlag, die Tanne, wie jedes Jahr teurer.
Mein Vater fährt mit den ersten grauen Haaren
bei Anbruch der Dunkelheit in den Forst,
fällt nichts, gräbt mit der Wurzel aus, ein
vom Orkan verschontes Exemplar. Wir steigen
auf Kissen, singen die Lieder im Umkreis mit,
jemand wirft ein Geschenk an die Wand,
Die Wahrheit der Familie entblättert sich
auf dem Bildschirm, die Nachbarn schieben Schoki
und Hund durch die Balkontür, wir über Saitenwürstchen
an Kartoffelsalat, das ein oder andere Gläschen
Champagner. Meine Mutter, die wie ein Teenager
kickt, mein Vater die Rüdin nach drüben bugsiert.
Die Tür zum Garten schnappt ins Schloss, dahinter der
Hund, der mit seiner Schnauze Schneeblumen
in die Scheibe reibt, ein verirrter Feuerwerks-
körper schießt in den Himmel, man dachte schon
an den Jahreswechsel, die Kinder auf der Couch,
Bittsteller oder Besserwisser, bald wieder fort.
Idyll in Acryll
Wer glaubt schon an den Weihnachtsmann,
den Run auf Auslagen oder die Sorgfalt
des Steuerberaters? Auf dem Nikolausmarkt
regiert der Preisschock: Elektrowaren, Wurst
so viel Sie wollen, für den ersten der zuschlägt,
ein Zuschlag, die Tanne, wie jedes Jahr teurer.
Mein Vater fährt mit den ersten grauen Haaren
bei Anbruch der Dunkelheit in den Forst,
fällt nichts, gräbt mit der Wurzel aus, ein
vom Orkan verschontes Exemplar. Wir steigen
auf Kissen, singen die Lieder im Umkreis mit,
jemand wirft ein Geschenk an die Wand,
Die Wahrheit der Familie entblättert sich
auf dem Bildschirm, die Nachbarn schieben Schoki
und Hund durch die Balkontür, wir über Saitenwürstchen
an Kartoffelsalat, das ein oder andere Gläschen
Champagner. Meine Mutter, die wie ein Teenager
kickt, mein Vater die Rüdin nach drüben bugsiert.
Die Tür zum Garten schnappt ins Schloss, dahinter der
Hund, der mit seiner Schnauze Schneeblumen
in die Scheibe reibt, ein verirrter Feuerwerks-
körper schießt in den Himmel, man dachte schon
an den Jahreswechsel, die Kinder auf der Couch,
Bittsteller oder Besserwisser, bald wieder fort.
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Sonntag, 6. Dezember 2009
Super-Weihnachtssonderangebot
Wie auch schon im vergangenen Jahr gibt's dieses Jahr zu Weihnachten ein Supersonderangebot. Für 40 Euro den kompletten Kehle plus kostenlose Überraschungen!
Darin enthalten die beiden Erzählbände "Elfmeterschießen" und "Pappert-Geschichten" und vier Gedichtbände: "Vorübergehende Nähe", "Farben wie Münzen", "Drahtamseln" und "Fundus". Wer Interesse hat, schicke mir entweder 40 Euro in Briefmarken oder bar an die Adresse Postfach 5533 in 76037 Karlsruhe oder eine E-Mail mit der Anforderung des Paketes samt Rechnung an maske (at) matthias-kehle.de!
Und noch eine Bitte: Schickt mir doch für das Blog Weihnachtsgedichte. Same procedure...
Darin enthalten die beiden Erzählbände "Elfmeterschießen" und "Pappert-Geschichten" und vier Gedichtbände: "Vorübergehende Nähe", "Farben wie Münzen", "Drahtamseln" und "Fundus". Wer Interesse hat, schicke mir entweder 40 Euro in Briefmarken oder bar an die Adresse Postfach 5533 in 76037 Karlsruhe oder eine E-Mail mit der Anforderung des Paketes samt Rechnung an maske (at) matthias-kehle.de!
Und noch eine Bitte: Schickt mir doch für das Blog Weihnachtsgedichte. Same procedure...
Samstag, 5. Dezember 2009
Florian Voß im Karlsruher Literaturhaus
Gestern (4.12.09) in den Badischen Neuesten Nachrichten:
Als Lyriker einen Roman schreiben? Die Umstellung sei ihm nicht allzu schwer gefallen, sagte Florian Voß bei der Vorstellung seines Romans "Bitterstoffe" im Karlsruher Literaturhaus. Es sei nämlich ein autobiografischer Roman, die meisten Figuren seien aus dem "echten Leben übersetzt". Dieses "echte Leben" spielt sich zu einem großen Teil in Karlsruhe ab, wo der 39-jährige Autor aufgewachsen ist. Voß liest die Geschichte eines jungen Mannes namens Felix, der sich plötzlich mit zwei Toten konfrontiert sieht, mit seinem Großvater und Annemarie, einer junge Frau, die er seit seiner Schulzeit kennt, "wie mit einem Lichtschalter ausgeknipst, Hirnschlag". Beim Begräbnis des Großvaters kommen Felix unwillkürlich Erinnerungen an seine Kindheit, an seine Großeltern. Der Tod Annemaries führt ehemalige Schulkameraden wieder zusammen. Auch hier sind es Erinnerungen an die 80er-Jahre, an Discobesuche, an Alkohol, Joints und Sex.
Diese Rückblicke an eine Generation, die seltsam gelangweilt und unbeteiligt durchs Leben torkelt, bleiben farblos, von Karlsruher Lokalkolorit ist wenig zu sehen: Die berühmte Disco K5 könnte eine X-beliebige sein, Voß macht sie nur durch ihre Eisentüre kenntlich. Die Langeweile der Protagonisten scheint sich in deren Wahrnehmung und in Voß' konventioneller Sprache niederzuschlagen: Auf einem Flohmarkt auf dem Markusplatz findet sich exakt das, was man erwartet: "Kisten voll fleckiger Bücher, die nach Keller müffelten, (...) aufgereihtes, klebriges Plastikspielzeug, Puppen mit zerkratzten Augen."
Einen "Generationenroman" habe er geschrieben. Zwar gehöre er, Jahrgang 1970, eigentlich zur "Generation Golf", doch war er Teil einer anderen Szene als den Yuppies, die reichlich Eingang in die Literatur gefunden habe, "mit denen haben wir uns geprügelt." Und so werden die gereiften Felixe, Julias oder Georgs mit dem Tod konfrontiert und mit dem, was sie als Jugend zwischen Joy Division und der nächsten Zigarette, zwischen Teilnahmslosigkeit und Verweigerung wahrgenommen haben. Florian Voß' Lesung zeugte von einem blassen und handlungsarmen Roman, der immerhin folgerichtig aus dem Lebensgefühl eines bestimmten Milieus der "Generation Golf" resultiert. maske
Als Lyriker einen Roman schreiben? Die Umstellung sei ihm nicht allzu schwer gefallen, sagte Florian Voß bei der Vorstellung seines Romans "Bitterstoffe" im Karlsruher Literaturhaus. Es sei nämlich ein autobiografischer Roman, die meisten Figuren seien aus dem "echten Leben übersetzt". Dieses "echte Leben" spielt sich zu einem großen Teil in Karlsruhe ab, wo der 39-jährige Autor aufgewachsen ist. Voß liest die Geschichte eines jungen Mannes namens Felix, der sich plötzlich mit zwei Toten konfrontiert sieht, mit seinem Großvater und Annemarie, einer junge Frau, die er seit seiner Schulzeit kennt, "wie mit einem Lichtschalter ausgeknipst, Hirnschlag". Beim Begräbnis des Großvaters kommen Felix unwillkürlich Erinnerungen an seine Kindheit, an seine Großeltern. Der Tod Annemaries führt ehemalige Schulkameraden wieder zusammen. Auch hier sind es Erinnerungen an die 80er-Jahre, an Discobesuche, an Alkohol, Joints und Sex.
Diese Rückblicke an eine Generation, die seltsam gelangweilt und unbeteiligt durchs Leben torkelt, bleiben farblos, von Karlsruher Lokalkolorit ist wenig zu sehen: Die berühmte Disco K5 könnte eine X-beliebige sein, Voß macht sie nur durch ihre Eisentüre kenntlich. Die Langeweile der Protagonisten scheint sich in deren Wahrnehmung und in Voß' konventioneller Sprache niederzuschlagen: Auf einem Flohmarkt auf dem Markusplatz findet sich exakt das, was man erwartet: "Kisten voll fleckiger Bücher, die nach Keller müffelten, (...) aufgereihtes, klebriges Plastikspielzeug, Puppen mit zerkratzten Augen."
Einen "Generationenroman" habe er geschrieben. Zwar gehöre er, Jahrgang 1970, eigentlich zur "Generation Golf", doch war er Teil einer anderen Szene als den Yuppies, die reichlich Eingang in die Literatur gefunden habe, "mit denen haben wir uns geprügelt." Und so werden die gereiften Felixe, Julias oder Georgs mit dem Tod konfrontiert und mit dem, was sie als Jugend zwischen Joy Division und der nächsten Zigarette, zwischen Teilnahmslosigkeit und Verweigerung wahrgenommen haben. Florian Voß' Lesung zeugte von einem blassen und handlungsarmen Roman, der immerhin folgerichtig aus dem Lebensgefühl eines bestimmten Milieus der "Generation Golf" resultiert. maske
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Sido - Der größte Dichter seit Goethe?
Was man so alles findet, wenn man "Lyrik" googelt:
"Ich zähle die meisten Rapper zu der Kategorie Kunst. Wir sind die neuen Poeten", erklärt der Berliner Rüpel-Rapper der 'Kölnischen Rundschau'. Auch den Vergleich zu dem größten deutschen Dichter und Denker scheut der Ex-'Popstars'-Juror nicht: "Damals gab es Goethe, der hat seine Gedichte geschrieben, dafür wurde er berühmt."
Weshalb wir alle gegen Sido einpacken können, verrät er der Literaturzeitschrift GALA!
"Ich zähle die meisten Rapper zu der Kategorie Kunst. Wir sind die neuen Poeten", erklärt der Berliner Rüpel-Rapper der 'Kölnischen Rundschau'. Auch den Vergleich zu dem größten deutschen Dichter und Denker scheut der Ex-'Popstars'-Juror nicht: "Damals gab es Goethe, der hat seine Gedichte geschrieben, dafür wurde er berühmt."
Weshalb wir alle gegen Sido einpacken können, verrät er der Literaturzeitschrift GALA!
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Poetryletter Nr. 110

Bei fixpoetry gibt es einen neuen Poesiebrief, den Poetryletter Nummer 110 mit einem Gedicht aus meinem neuen Band "Fundus", illustriert von Frank Milautzcki.
Hier klicken, um gleich das PDF zu öffnen, da klicken, um zum jeweils aktuellen Poetryletter zu kommen! Viel Spaß beim Lesen!
Labels:
fixpoetry,
Frank Milautzcki,
Silver Horse Edition
Dienstag, 1. Dezember 2009
"Mach es zu Deinem Projekt" - Lyrik für Heimwerker
Die "Stuttgarter Nachrichten" berichten über die neueste Hornbach-Werbung incl. Youtube-Video:
"Die Anzeigenkampagne "Hymne des Machens" des Branchenriesen Hornbach hat ein großes Medienecho ausgelöst, Deutschlehrer fordern den Text bereits für ihren Unterricht an. Wir haben mit Urheber Matthias Storath von der Werbeagentur Heimat in Berlin gesprochen (...)
Storath: "Die Werbung versucht es immer mal wieder mit dem Reim - viele erinnern sich sicher an das famose Zartgemüse aus der Dose. Wir wollten aber keinen Schüttelreim machen, sondern eine zeitgemäße Form finden. Wir nehmen den Kunden ernst. So ist es dann zu dieser Hymne gekommen, die sehr musikalisch daherkommt, einen Rhythmus hat wie moderne Sprechgesänge. Das Heimwerken ist ja fast schon eine Pop-Bewegung, das merkt man vor allem hier in Berlin."
Mehr lesen!
"Die Anzeigenkampagne "Hymne des Machens" des Branchenriesen Hornbach hat ein großes Medienecho ausgelöst, Deutschlehrer fordern den Text bereits für ihren Unterricht an. Wir haben mit Urheber Matthias Storath von der Werbeagentur Heimat in Berlin gesprochen (...)
Storath: "Die Werbung versucht es immer mal wieder mit dem Reim - viele erinnern sich sicher an das famose Zartgemüse aus der Dose. Wir wollten aber keinen Schüttelreim machen, sondern eine zeitgemäße Form finden. Wir nehmen den Kunden ernst. So ist es dann zu dieser Hymne gekommen, die sehr musikalisch daherkommt, einen Rhythmus hat wie moderne Sprechgesänge. Das Heimwerken ist ja fast schon eine Pop-Bewegung, das merkt man vor allem hier in Berlin."
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