Donnerstag, 11. März 2010

poet nr. 8

Der "poet", die Literaturzeitschrift des Poetenladens, erhält in diesem Jahr den Calwer Hermann-Hesse-Preis für Literaturzeitschriften. Das ist gut so, denn wenn Herr Mappus und Consorten ihren Haushalt sanieren wollen, wird es die Kultur als erstes treffen. Die Stadt Stuttgart, um ein kommunales Beispiel aus Baden-Württemberg zu nennen, streicht bis zu 40% ihrer Zuschüsse für Literatur. Ich bin also ausgerechnet in einer wahrhaft unerfreulichen Zeit VS-Vorsitzender. An sich ein friedliebender Mensch, sinne ich jetzt schon darüber nach, wie wir Schriftsteller möglichst viel Rabatz machen können. Aber wer interessiert sich in der Politik schon für Literatur? Die beleibten Herren trifft man allenfalls mal im Boulevard-Theater.
Lassen wir das. Glückwunsch, lieber Andreas Heidtmann, Du hast den Preis wahrlich verdient. Die neue, die achte Ausgabe des "poeten", darf ich leider nicht loben, da ich darin selbst vertreten bin. Wahrscheinlich bin ich derjenige Autor mit den wenigsten Anschlägen/ Zeichen. Ich will eines meiner Gedichte posten. Im Anschluss drei Links. Einen zum Poetenladen, einen zum Börsenblatt, einen zu Wikipedia.


Schön sind wir gerne
fotografiert man uns
ohne Belichtungsmesser.
Es bleibt nicht hell,
selbst auf den Bergen nicht.


Link zu poet nr. 8
Meldung Börsenblatt
wikipedia Hermann Hesse Preis

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Lieber Matthais Kehle,

Dank für die Glückwünsche!
Übrigens: Der Rekord der WENIGSTEN Anschläge steht einem anderen zu: Dem Dichter Iwan Achmetjew (Seite 107): Er bringt es auf 23 Wörter!

AH