Montag, 10. Mai 2010

Fußballgedicht des Tages - Mathias Jeschke

Nun, der Lyrikpreis Meran ist vergeben. Leider ist meine ehemalige VS-Vorstandskollegin Eva Christina Zeller leer ausgegangen. Hätte ich vorher wetten müssen, hätte ich übrigens auf André Rudolph gesetzt - inzwischen weiß ich zur Genüge, wie Jurys funktionieren. Wie dem auch sei: Machen wir weiter mit einem Fußballgedicht. Ein Schwabe mit Migrationshintergrund (Lüneburger Heide), Mathias Jeschke hat mir ein Text gemailt. Merci!


Spiel zwischen Erde und Himmel

Im Augenwinkel der Sturz.
Schrill, scharf gellt der Pfiff.

Ich wende mich hin,
doch niemand gefoult am Boden.

Es war eine Schwalbe.
Ich stehe auf der Lichtung und öffne mich.

Die Vögel jubeln,
die Bäume schwenken ihr Fahnengrün.

Erneut ein schriller Pfiff.
Erwartung wächst.

Da trifft es mich:
Ich stehe am Punkt für den Freistoß.


Zwei neue Bücher kündigt der Kollege an:
Im August: "Wie das Wiesel dem Riesen den Marsch blies". Reihe: Gedichte für neugierige Kinder. Illustrationen von Jens Rassmus. Boje, Köln 2010.
Und im Oktober: "Das Gebet der Ziege". Blaue Reihe Band 5. Edition Azur, Dresden 2010.

Mehr Texte von Mathias Jeschke im Poetenladen und bei fixpoetry.

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