Freitag, 7. Mai 2010

Gedicht des Tages - Stefan Heuer

So, heute Vormittag habe ich etwas Luft zum Bloggen. In meinem Ordner "Texte fürs Blog" schlummert schon seit längerer Zeit ein Gedicht von Stefan Heuer, ein düsterer Text, der zum grauen Himmel passt. Danke, lieber Stefan!


und die mit der muttermilch


aufgesogene weisheit, dieses jemand sein,
auch wenn es niemanden interessiert:
und in den wörtern stehen die menschen

schlange, suchen rdbrinkmanns bruchstück
no. zwei / gestern und heute und ein morgen
undenkbar, und wie die zeit sich verirrt,

zu irren vermag; sucht ihr heil in der flucht,
lässt sie das schwarz zum grau verblassen,
bleicht sie das grau bis ins weiß, löst sich

das weiß von den rändern her auf // und im
traum ein lichtblitz, eine rede am grab und
nasse erde auf holz, so schmerzhaft wie

die arbeit am bau; am ende der predigt ein
pfarrer der weint, auch er wurde nie gestillt


Stefan Heuer im Poetenladen
und bei fixpoetry

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