Freitag, 18. Juni 2010

Fußballgedicht des Tages - Michael Hüttenberger

Kommentare erwünscht...


Deutschland-Serbien 0:1 (0:1)


Das zweite Gruppenspiel. Schon ging es für die Serben
um Alles oder Nichts. Nach gelber Kartenflut
und Rot für Klose prompt das 0:1. Und Wut.
Khediras Lattenkracher, mehr gabs nicht zu erben.

Dann Poldis Elfer, mancher ahnte das Verderben,
zuvor zwei Chancen schon verballert. Wenn das Blut
zu heiß ist, ist der Kopf nicht kühl genug. Na gut.
Ein herber Dämpfer zwar, doch liegt noch nichts in Scherben.

Moral und Einsatz stimmten. Dennoch gab es Schwächen.
Gefahr kam stets von links, darüber muss man sprechen.
Das Grundkonzept bleibt richtig, trotz der Niederlage.

Das Team hat Potential, das steht wohl außer Frage.
Doch könnt es grausam kommen. Mittwoch gegen Ghana
hilft nur ein Sieg. Sonst droht der Abflug ins Nirwana.

Kommentare:

Andrew Shields hat gesagt…

I love it! It makes me wonder how to write a sonnet about the third goal that the US did and did not score today ...

Rachel hat gesagt…

...den Mund zuvor
schon viel zu voll genommen,
dann geschwommen...

Deutschland hätte Serbien nicht unterschätzen sollen, sie kannten es doch aus der Vergangenheit auch, dass dies ein ernstzunehmender Gegner ist!

Dein Gedicht ist sehr gut!!!!!

Der Schieri, ein echter Zücker, viel zu viel davon, welcher Spieler traut sich dann noch so richtig loszulegen, da saß ja die Angst völlig im Nacken...

Naja, auch Ghana
wird nicht Ohne sein
drum knallt rein ins Tor
was geht
sonst ist die Chance wirklich
*vom Winde verweht*...

LG; Rachel

I. Freihold hat gesagt…

So nett und so gelungen. Wenn die deutsche Manschaft das Niveau erreicht, klappt es ja noch mit der Weltmeisterschaft.

Alex Dreppec hat gesagt…

Super Gedicht! Hoffe nur, das von den Ghanaern gar ghana'n Tor schießt nächstes Mal.

Eduard Sprink hat gesagt…

Spielt Deutschland mindensten so halb schön und so gut,
Wie Michael Gedichte schreibt,
Dann rettet Ghana keine Technik oder Mut
Und Deutschland fliegt nicht ins Nirwana, sondern bleibt.

Eduard Sprink