Montag, 13. September 2010

Herzlichen Glückwunsch Walle Sayer!


Mir sind im Laufe der letzten zwanzig Jahre viele Lyriker begegnet. Doch nur einer ist mit Leib und Seele Dichter, und was für ein Dichter! Heute wird er fünfzig, mein lieber Freund Walle Sayer, herzlichen Glückwunsch! Gerade waren wir doch noch Jünglinge! Aber lassen wir das. "Als begänne mit dem Geburtsdatum/ schon die erste Nachrufzeile", schreibst Du, machen wir keinen "Uhrenvergleich, Zeitklauberei". Die "Zeit tut so als verginge sie/ vom Abreißen der Kalenderblätter" - ich glaube, niemand von uns Zeitgenossen hat so über die "Vogelscheuche Vergänglichkeit" (Walter Helmut Fritz) geschrieben. "Setz dich einfach/ auf dies durchgesessene/ Sofa, das fremdelt zwischen/ Garageneinfahrt und Laterne".
Und Du hast Bilder geschaffen, die sich für immer in mein Gedächtnis eingeprägt haben: Jedesmal, wenn ich ein Reh sehe, denke ich an Deine "Rehe im Strafraum", die Gräber, die Du "Schmerzparzellen" nennst.
Ich wünsche Dir und mir und allen Deinen Lesern, dass Dein Werk wächst, dazwischen "die runden Geburtstage, die Wogen des Alterns."

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