Sonntag, 2. Januar 2011

Lustiges zum Jahreswechsel

Erstmal herzlichen Glückwunsch! Die Lyrikzeitung wurde gestern zehn Jahre alt. Weiter so. Nicht weiter so macht der Deutschlandfunk Lyrikkalender. Dieser wurde nämlich nach 1800 Gedichten eingestellt. Die Lyrikzeitung zitiert die „Dümmste aller Begründungen“, man wolle den Qualitätsstandard halten, es gäbe nicht genügend gute Gedichte.
Dann ist da noch das „Schwäbische Tagblatt“, das an Silvester aus Tübingen berichtete. Und zwar über einen jungen Dichter, der noch gar nichts veröffentlicht hat, aber in Leipzig studiert. Immerhin: „Schreiberfahrung hat (er) schon lange. Mit zwölf oder 13 Jahren begann der Gymnasiast 'mit ganz tollen gefühlvollen Gedichten'. Um nicht nur für sich zu schreiben, tauschte er sich in Internetforen aus. Auch 'Freunde mussten herhalten' als erste Kritiker. Er las Rilke, Celan und Hölderlin, 'ohne sie ganz zu verstehen.'
Wenn das nicht journalistische Beitrag des Jahres 2010 überhaupt war, die Lyrik-Meldung schlechthin.

Zum Schwäbischen Tagblatt

1 Kommentar:

Oliver Gassner hat gesagt…

Sagen wir mal: 13jährige de freiwillig Celan udn Rolke lesen, das hat man nicht so oft. Ich hatte mal nen Achtklässler der Tolstoj grad durchhatte auf Dostojewski wechselte und zum Spaß Balladen auswendig lernte. Also so ab 10 Strophen a 8 Zeilen. (Ich hab in dem Alter eHeinz Erhard auswendig gelernt ;))