Montag, 21. Februar 2011

Gedicht des Tages - Carola Horstmann

Kürzlich habe ich noch gestänkert, weil Carola Horstmann (angeblich) zu einem Pressemenschen gesagt haben soll: 'Es gibt so schon wenige Gedichte, in alemannisch noch viel weniger'. Der Journalist verwechselte Gedichte und Leser, das kann ja passieren. Es gibt also wenige Leser und viele Gedichte!
Nun, es gibt Menschen, die nehmen es einem nicht übel, wenn man mal ein wenig stänkert, Carola Horstmann gehört dazu. Sie schrieb mir einige nette Mails und schickte mir einige ihrer alemannischen Gedichte. Passend zur Jahreszeit habe ich ein Gedicht ausgewählt, in der Hoffnung, dass auch die Nord- und Ostlichter unter meinen Lesern daran ihre Freude haben. Vielen Dank, liebe Carola Horstmann!


Maisfeld im Herbscht

Mer hät em nit viil glo däm arme welsche Völkli
d Sunne hät dä Dschungel gfilzt bis uf die tusig
Papegeievögel im grollte Frack
wo sich an verbrännte Stängel hebe mit em Kopf
uf de Bruscht
de schwarzi Schnabel vom Wind verbloose loose
si uf des einti
Flüschtere im bruune Feld


Website von Carola Horstmann

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