Freitag, 4. Februar 2011

Gedichte von Carola Horstmann

Der Drey-Verlag hat viele Gedichtbände veröffentlicht. Viele davon in alemannischer Mundart. Welche Autoren fallen mir mir spontan ein? Der knarzige Hanspeter Wieland, etwa. Oder der virtuose Markus Manfred Jung. Nun hat Carola Horstmann "ihr zweites literarisches Kind veröffentlicht, wie die ruhmreiche Badische Zeitung sie zitiert. Und was zitiert sie noch? "Ob sie einen Gedichtband in alemannischer Sprache veröffentlichen solle, habe sie sich schwer überlegt. 'Es gibt so schon wenige Gedichte, in alemannisch noch viel weniger', erklärt sie. Außerdem werde dem alemannischen Gedicht nicht viel zugetraut, leide es immer noch unter der Erwartung von 'Sternle und Blümle'. Dabei gebe es durchaus respektable alemannische Dichter."
Liebe Carola Horstmann: Falls Sie mal im Badischen unterwegs sein sollten, machen Sie einen Abstecher nach Karlsruhe. Ich wohne ganz in der Nähe des Hauptbahnhofes. Dann zeige ich ihnen einmal, wieviele Gedichte allein ich in meiner Sammlung habe. Falls Ihnen das nicht ausreichen sollte, machen wir mal einen Besuch bei Theo Breuer in der Eifel. Er rechnet Ihnen dann einmal vor, wieviele hundertausend Gedichte pro Jahr allein in deutscher Sprache neu erscheinen. Wir sprechen dann auch einmal über "durchaus respektable alemannische Dichter" und fangen am besten bei Johann Peter Hebel an.
ja, ich will mehr lesen und klicke hier!

P.S. Jetzt kommen garantiert wieder Lesermails, ich sei gehässig...

1 Kommentar:

Carola Horstmann hat gesagt…

Lieber Matthias Kehle,
erst mal fühle ich mich echt geschmeichelt durch Ihre Aufmerksamkeit. Und mache nichts lieber, als das Missverständnis aufzuklären, dem sich Ihr Brief verdankt: Meine Worte (in dem besagten Artikel leider unvollständig wiedergegeben) waren, dass die LESERSCHAFT von Gedichten klein sei und die von alemannischen erst recht...und ich daher gezögert hätte, einen Gedichtband herauszugeben.
Mein Gesprächspartner Markus Zimmermann hat im Uebrigen sehr gut hingehört - und trotzdem passiert halt so was. Dass ich diesem Umstand nun eine persönliche Ansprache durch Sie verdanke, macht mich schon fast froh. Wollen Sie mich glücklich sehen, so drucken Sie doch ein paar alemannische Gedichte von mir ab....mehr braucht es nicht. Wenigstens vorerst.
Herzliche Grüsse,
Ihre Carola Horstmann