Dienstag, 15. März 2011

Deutsch-Abitur 2011

"Liebeslyrik vom Barock bis zur Gegenwart" war eines der Themen bei der heutigen Deutsch-Abiturprüfung in Baden-Württemberg. Schon als ich vor 24 Jahren Abi gemacht habe, gab es solche schwachsinnigen Themen, die vor allem eines bewirken: Die Lust an der Literatur auszutreiben. Wenn man sich dann ein wenig durch das "ZUM-Wiki für Lehrinhalte und Lernprozesse" klickt, gelangt man bald zu den Gegenwartsautoren, die behandelt werden, als da wären Erich Fried und Ulla Huhn.
Empfand ich den Deutsch-Unterricht damals schon als völlig altbacken und langweilig, so muss er den heutigen Abiturienten doch geradezu als vorsintflutlich erscheinen. Abteilung "Kuriosa".

1 Kommentar:

demmrink hat gesagt…

Verehrter Dichter, es ist mit Sicherheit so, dass die Schule nicht in jedem Falle die Liebe zum Gegenstand weckt, das ist auch keine große Erkenntnis. Was das aber mit dem THEMA zu tun hat, erschließt sich nach dem argumentativ dünnen Ergüssen hier nicht. Ist es die Barocklyrik? Sind es Brecht und Hahn? Wird hier impliziert, dass Autoren aus dem Hier und Jetzt besser geeignet wären? Wenn ja, warum?
Grundsätzlich: entscheidend ist weniger, was Gegenstand des Unterrichts ist, sondern wie dies vermittelt wird.
Jetzt sagen Sie: daher ja auch der Verweis aufs ZUM-Wiki, obgleich zu Recht bezweifelt werden darf, dass sich daraus ableiten ließe, dass diese Unterrichtsansätze repräsentaiv sind, also verallgemeinern ließen.
Um es kurz zu machen: Dieser Beitrag ist Lyriker-Stammtisch, undifferenziert, indem Inhalte und Methoden vermengt werden und jeder kann andächtig nicken. Oder auch einnicken. Gähn.