Dienstag, 8. März 2011

Gedicht des Tages - Peter Ettl

Beim Gang zwischen Pferdemist und Haustüre sei ihm dieses Gedicht eingefallen, mailt mir Peter Ettl. Von Winter übrigens keine Spur mehr laut Mittelfristprognosen. Gott, sei Dank! Auch Peter wird's freuen, er ist ein ähnlicher Winterhasser wie ich. Mit dem Unterschied, dass er im Südosten lebt und ich im privilegierten Südwesten der Republik lebe. Hier ist es immer etwas wärmer und sonniger als anderswo in diesem Lande.



März

der schnee nichts
als feuchte luft
der holzzaun steigt
in die morgensonne
die weiden
kätzchen schnurren
die ersten pärchen
haben eine meise

Kommentare:

Dennis Wahl hat gesagt…

Fing etwas pathetisch an und hörte erfreulich realistisch auf. super ;)

Helmut Maier hat gesagt…

Ob Dennis Wahl die Einschätzung "realistisch" für den Schluss wohl ironisch meint?
Oder als ironische Metapher für "köstlich paradox"?
So nämlich möchte ich ganz unpathetisch formulieren. Und hinzufügen: "also gelungen" (was Dennis Wahl auch gemeint haben könnte, aber unterlassen hat zu sagen, weil er nicht lobhudeln wollte)

Helmut Maier

etsch hat gesagt…

Naja, hauptsache der Autor hat keine
(Meise). Danke für den positiven Wortstreit über die richtige Kritik-Wortwahl.

Peter Ettl