Montag, 7. März 2011

Journalistenbeschimpfung

Es gibt einen Kollegen, über den ich nie schreiben würde. Weshalb? Ich saß nach einer Lesung mit ihm beim Frühstück im Hotel und wollte ihn interviewen, wie das auch abgesprochen war. Heraus kam eine Beschimpfung des Lesungs-Veranstalters, seiner Heimatstadt Karlsruhe sowie des vor ihm sitzenden Journalisten. Und nebenbei beschwerte er sich auch noch darüber, dass er keine Preise mehr bekäme. Ich fotografiete ihn, ging grummelnd nach Hause, löschte das Band und verkaufte das Foto per Zufall für gutes Geld an ein großes Magazin.
Wer gemeint ist?
Der Bursche, der hier zu Wort kommt

Kommentare:

H. Hindringer hat gesagt…

Und wenn er doch noch gute Gedichte schreibt, der Wolf? Dann auch nicht. Und genauer: als Blogger nicht schreiben, weil er sich wie ein Arsch benommen hat? Oder als Journalist nicht über ihn schreiben? Ist da nicht noch ein Unterschied?

Aber nebenbei: Solche Anekdoten mag ich. Dieses verpatzte Interview würde mich noch viel näher interessieren. Wollen Sie nicht doch noch mehr dazu schreiben? Sie haben doch eh schon angefangen...

Matthias Kehle hat gesagt…

Ich finde ein Minimum an Benimm kann sollte auch das "Arschloch der Achtziger Jahre" an den Tag legen. Auch wenn er meint, den letzten Provinzjournalisten vor sich zu haben. Leider liegt die Geschichte schon zu lange zurück, das Band ist gelöscht und meine Erinnerungen sehr fragmentatisch. Ich erinnere mich vor allen Dingen daran, dass ich mir sehr, sehr klein mit Hut vorkam.