Mittwoch, 30. März 2011

Stephan Krass' neue Gedichte in der NZZ

Stephan Krass ist ein Karlsruher Hochschuldozent und SWR-Redakteur, der einen Gedichtband unter dem Titel "Das Konzil der Planeten. Poetische Konstellationen" veröffentlicht hat. Der Rezensent der NZZ kann mit dem Band herzlich wenig anfangen. Zwei Zitate:

"Denn weder für die Herstellung noch für das Verständnis derartiger Gedichte braucht man den literarischen Kanon oder die Verslehre zu beherrschen, es genügt, ein kundiger Wortknobler zu sein (Scrabble, Kreuzworträtsel usw.), um damit zurechtzukommen. Die von Krass hauptsächlich eingesetzten Verfahren der alphanumerischen und anagrammatischen Spracharbeit sind von so elementarer Einfachheit, dass sie nicht nur problemlos erlernt, sondern auch problemlos von einem unaufwendigen mechanischen Automaten übernommen werden können."

"Was sich da – sobald man es erklären soll – höchst anspruchsvoll ausnimmt, ist in Wirklichkeit von geradezu trivialer Simplizität. Der inspirierte Dichter tritt seinen erhöhten Platz an den einfallsreichen Bastler ab, der aus einem Minimum an vorhandenem Sprachmaterial ein Maximum an poetischer Wirkung zu generieren hofft. Dass alle so hergestellten Texte, egal, wer sie verantwortet, etwa gleich zu lesen sind, ein Personalstil also nicht auszumachen ist, liegt in der Natur der Sache."

Wikipedia Stephan Krass
Website des Autors

Ich hätte die Gedichte des Karlsruhers und New York Citiers ja auch gerne beleuchtet, zitiert, gelobt oder in die Pfanne gehauen, aber der Verlag hat mir auf meine Nachfrage hin leider kein Rezensionsexemplar geschickt. Nun darf spekuliert werden, weshalb...

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