Donnerstag, 15. Dezember 2011

Gedicht des Tages - Peter Ettl

Liebe Leser,
künftig will ich mein Lyrik-Blog wieder intensiver betreiben, schließlich ist es Winter, ich kann nicht auf die Berge steigen, und um die Winterdepression zu vertreiben, heißt es arbeiten! Passend zum Winterblues und zu diesem dunklen Monat mailte mir Peter Ettl ein Gedicht. Merci!



Gang im Dezember



feste stiefel
in diesen verschobenen zeiten
auch die sonne steigt über
einem fremden wald in den tag
auf der suche nach der
vermissten katze die skelette
der gehegten blumen einsammeln
bäume die nicht wachsen wollen
in den ofen kehren zugvögel
mit abflugschmerzen gekörnt
dem winter anvertraun
acht jahre lang acht lange
jahre vierzig mal sechzig zentimeter
hingeschmeichelt
im dicken lehm die augen offen so
sieht sie die verschobenen zeiten
auch unter ihrer erde und kann
zu dieser fremden sonne springen
pater noster

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