Liebe Leser,
künftig will ich mein Lyrik-Blog wieder intensiver betreiben, schließlich ist es Winter, ich kann nicht auf die Berge steigen, und um die Winterdepression zu vertreiben, heißt es arbeiten! Passend zum Winterblues und zu diesem dunklen Monat mailte mir Peter Ettl ein Gedicht. Merci!
Gang im Dezember
feste stiefel
in diesen verschobenen zeiten
auch die sonne steigt über
einem fremden wald in den tag
auf der suche nach der
vermissten katze die skelette
der gehegten blumen einsammeln
bäume die nicht wachsen wollen
in den ofen kehren zugvögel
mit abflugschmerzen gekörnt
dem winter anvertraun
acht jahre lang acht lange
jahre vierzig mal sechzig zentimeter
hingeschmeichelt
im dicken lehm die augen offen so
sieht sie die verschobenen zeiten
auch unter ihrer erde und kann
zu dieser fremden sonne springen
pater noster
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Sonntag, 11. Dezember 2011
6. Karlsruher Literaturforum
Vor zwölf Jahren habe ich es mitbegründet, das "Karlsruher Literaturforum". Das kleine Festival hat sich etabliert, alle zwei Jahre findet es unter einem anderen Schwerpunkt statt. Schon lange habe ich organisatorisch mit dem Literaturforum nichts mehr zu tun, um so mehr freue ich mich, dass ich in diesem Jahr zum Schwerpunkt "Lyrik" mit eingeladen wurde. Neben Silke Scheuermann, Claudia Gabler, Matthias Göritz, Nadja Küchenmeister, Stan Lafleur und Nora Gomringer. Vorstellen werde ich neue Gedichte, die im nächsten Jahr bei einem reichlich renommierten Verlag erscheinen werden. Dass die eingeladenen Autoren nicht unbedingt "junge Autoren" sind wie in der Ankündigung notiert... Schwamm drüber: Ich feiere 2012 mein 25-jähriges Jubiläum als Autor, vor einem Vierteljahrhundert habe ich meine ersten Texte veröffentlicht, u.a. in der Nr. 17 von "Am Erker".
Das "6. Karlsruher Literaturforum" findet am nächsten Freitag, 16. Dezember statt.
6. Karlsruher Literaturforum
Das "6. Karlsruher Literaturforum" findet am nächsten Freitag, 16. Dezember statt.
6. Karlsruher Literaturforum
Sonntag, 4. Dezember 2011
"Wo Sprache Berührung ist" - Miniaturen von Walle Sayer
"Manchmal die Aufzählung knapper und einfacher Sätze, manchmal ein in Nebensätzen sich windender Satz, bis die angeschauten und wahrgenommenen Dinge – auch die Menschen – auf den Punkt gebracht sind, wo sie erneut ihrer Einsamkeit gehören, ihrer Stille, ihrem Schweigen, ihrer Trauer, ihrer Schönheit. Dies ist der ureigene Ort von Walle Sayers Erzählen, genau dort, wo sich Sinnliches in einem wortwörtlich Sinnhaften sedimentiert hat, wo Sprache Berührung ist."
Das ist heute in der "Badischen Zeitung" nachzulesen. Mehr: Hier klicken!
Das ist heute in der "Badischen Zeitung" nachzulesen. Mehr: Hier klicken!
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